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Wie Sie die tatsächliche Geschwindigkeit Ihres WLANs messen und ob sie dem Vertrag entspricht

Aktualisiert 2026 · 5 Min. Lesezeit

Oft denken wir, dass das WLAN „langsam ist", wenn wir es in Wirklichkeit nur nicht richtig messen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie die tatsächliche Geschwindigkeit Ihrer Verbindung überprüfen, warum WLAN nie genauso viel leistet wie die gebuchte Leitung und wann dieser Unterschied tatsächlich ein Grund ist, Ihren Anbieter anzurufen.

In diesem Artikel:

  1. Messen Sie wenn möglich immer per Ethernet-Kabel
  2. Verwenden Sie zuverlässige Messwerkzeuge
  3. Führen Sie mehrere Tests zu verschiedenen Zeiten durch
  4. Was „bis zu X Mbit/s" bedeutet und wann sich eine Beschwerde lohnt

1. Messen Sie wenn möglich immer per Ethernet-Kabel

Der erste Schritt, um zu erfahren, ob Ihre Geschwindigkeit korrekt ist, besteht darin, sie unter den besten möglichen Bedingungen zu messen. Das bedeutet, einen Computer direkt mit einem Ethernet-Kabel an den Router anzuschließen, ohne über WLAN zu gehen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass WLAN immer weniger Geschwindigkeit liefert als die gebuchte Leitung, und das ist völlig normal, keine Störung. Das drahtlose Signal verliert an Leistung durch die Entfernung zum Router, Wände und Hindernisse der Wohnung, andere nahe WLAN-Netzwerke, die stören, und die Einschränkungen des Geräts selbst (Handy, Laptop, Smart-TV usw.).

2. Verwenden Sie zuverlässige Werkzeuge zur Geschwindigkeitsmessung

Nicht alle Websites und Apps zur Geschwindigkeitsmessung liefern gleich zuverlässige Ergebnisse. Für eine solide Referenz stützen Sie sich auf:

Der Vergleich der Ergebnisse mehrerer Werkzeuge gibt Ihnen ein realistischeres Bild, als sich auf eine einzelne isolierte Messung zu verlassen.

3. Führen Sie mehrere Tests zu verschiedenen Tageszeiten durch

Eine einzige Messung reicht nicht aus, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Geschwindigkeit Ihrer Verbindung kann je nach Uhrzeit variieren, daher sollten Sie den Test zu mehreren Zeitpunkten wiederholen:

  1. Morgens oder mittags, wenn meist weniger Menschen verbunden sind.
  2. Am Abend, wenn das Netz allgemein am stärksten ausgelastet ist und man üblicherweise etwas weniger Geschwindigkeit feststellt.
  3. An verschiedenen Tagen, um auszuschließen, dass es sich um ein punktuelles Problem handelt.
Dass die Geschwindigkeit abends etwas sinkt, bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt: Das ist ein zu erwartendes Verhalten durch die höhere allgemeine Netznutzung zu diesen Zeiten.

4. Was „bis zu X Mbit/s" bedeutet und wann sich eine Beschwerde lohnt

Wenn Sie einen Tarif buchen, wird die angegebene Geschwindigkeit meist mit dem Wort „bis zu" versehen (zum Beispiel „bis zu 600 Mbit/s"). Das zeigt ein theoretisches Maximum an, keine zu jedem Zeitpunkt und unter jeder Bedingung garantierte Geschwindigkeit.

Trotzdem gibt es eine vernünftige Grenze, ab der sich eine Beschwerde lohnt. Es ist sinnvoll, sich an Ihren Anbieter zu wenden, wenn Sie bei einer Messung per Kabel, unter optimalen Bedingungen und mehrfacher Wiederholung des Tests, systematisch eine Geschwindigkeit erhalten, die deutlich unter dem Vertrag liegt, zum Beispiel weniger als die Hälfte.

Wenn das Problem nur beim Messen per WLAN auftritt, liegt die Ursache wahrscheinlicher in der Abdeckung Ihres internen Netzwerks (Position des Routers, Hindernisse, Störungen) als in der gebuchten Leitung.

✔ Mit diesen Schritten können Sie sicher feststellen, ob Ihre tatsächliche Geschwindigkeit im erwartbaren Rahmen liegt oder ob es einen echten Grund für eine Beschwerde gibt.
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Häufig gestellte Fragen

Ist es normal, dass das WLAN langsamer ist als die gebuchte Geschwindigkeit?

Ja. Die WLAN-Verbindung verliert immer etwas Geschwindigkeit gegenüber der gebuchten Leitung, da sie von der Entfernung zum Router, Hindernissen, anderen nahen Netzwerken und dem Gerät selbst abhängt. Um die tatsächliche Geschwindigkeit Ihrer Leitung zu erfahren, sollten Sie sie daher per Ethernet-Kabel messen.

Warum sinkt die Geschwindigkeit abends?

In den Stoßzeiten, wenn die meisten Menschen in Ihrer Region gleichzeitig verbunden sind, sinkt die allgemeine Geschwindigkeit häufig etwas durch die Netzauslastung. Das ist ein normales Verhalten und bedeutet nicht unbedingt eine Störung.

Wann sollte ich mich bei meinem Anbieter über die Geschwindigkeit beschweren?

Es lohnt sich, sich zu beschweren, wenn Sie bei einer Messung per Kabel, unter optimalen Bedingungen und mehrfacher Wiederholung des Tests, systematisch eine Geschwindigkeit erhalten, die deutlich unter dem Vertrag liegt, zum Beispiel weniger als die Hälfte. Wenn das Problem nur per WLAN auftritt, liegt es wahrscheinlicher an der Abdeckung Ihres internen Netzwerks als an der gebuchten Leitung.

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